Holz im Außenbereich
Im Außenbereich ist Holz in Deutschland noch recht selten verbaut, weil das Material relativ empfindlich ist und sich bei nassem Wetter mit vielen Temperaturschwankungen leicht verzieht. Es muss dementsprechend gut gepflegt und häufig erneuert werden. Eine Alternative sind Tropenhölzer, die im Außenbereich gut eingesetzt werden können. Sie sind härter als die heimischen Holzsorten, relativ unempfindlich gegen Schädlinge und sehen wunderschön aus. Allerdings gilt es heute nicht mehr als "politisch korrekt", Hölzer aus gefährdeten Waldbeständen zu beziehen.
Thermisch veränderte Hölzer ...
... bilden eine angenehme Alternative zu Tropenhölzern. Sie sind ebenso wetterbeständig und reißfest, verziehen sich nicht, quellen nicht und sind unempfindlich gegenüber Schädlingen. Sogenanntes Thermoholz entsteht, wenn heimische Hölzer unter dem Ausschluss von Sauerstoff stark erhitzt werden. Die Temperaturen und die Dauer der Erhitzung variieren dabei. Generell ist es so, dass Hölzer bei stärkerer und längerer Erhitzung härter werden. Das Holz verändert auch seinen Farbe. Thermoholz weist die eigentlich nur von Tropenhölzern bekannten dunklen Rottöne auf, obwohl es sich dabei um einheimische Holzarten wie Kiefer, Fichte, Buche und Esche handelt.
Verkleidungen, Böden, Möbel
Früher war es üblich, das Skelett eines Hauses aus Holz zu erstellen. In Fachwerkbauten ist dies heute noch sichtbar. Heutige Bauweisen mit viel Stein als Material und möglichst niedrigen Kosten lassen das nicht mehr zu, Holz wird nur noch als Verkleidungen eingesetzt. Allerdings kann in den letzten Jahren beobachtet werden, dass auch Böden von Balkonen und Terrassen sowie Geländer und Sichtschutz aus Holz erstellt werden. Hölzer sind im Außenbereich niemals so langlebig wie Stein, aber mit einer entsprechenden Pflege lohnt sich die Investition dennoch. Vor allem Garten- und Terrassenmöbel aus Holz sind wunderschön und durch Kunststoffmöbel nicht zu ersetzen.